Abbruch von WLAN-Verbindungen?

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Was tun bei WLAN – Abbrüchen?

Kommt selten vor, aber hat´s schon gegeben: Die WLAN-Verbindung zwischen einem oder mehreren Ihrer WLAN-Geräte (z.B. Notebook, Smartphone, Tablet) und der FRITZ!Box ist nicht stabil und kann erst nach Deaktivieren und erneutem Aktivieren des WLAN-Funknetzes oder nach einem Neustart der FRITZ!Box wieder hergestellt werden. Wir zeigen Ihnen, wieso das passieren kann und wie Sie das Problem lösen können.

Dabei wird in den Ereignissen der FRITZ!Box eventuell eine der folgenden Fehlermeldungen angezeigt:

  • „WLAN-Anmeldung ist gescheitert ([…] GHz): Autorisierung fehlgeschlagen.“
  • „WLAN-Gerät wird abgemeldet ([…] GHz): WLAN-Gerät antwortet nicht. MAC-Adresse: […] (#0302).“

Ursache

  • Die Qualität der WLAN-Verbindung wird beeinflusst durch bauliche Gegebenheiten (z.B. Stärke und Armierung der Wände), durch das verwendete WLAN-Gerät sowie durch andere Funkgeräte in der Umgebung (u.a. Mikrowelle, DECT-Telefon, Babyfon, Funklautsprecher).

Hinweis: Alle Funktions- und Einstellungshinweise in dieser Anleitung sind der homepage von AVM entnommen und beziehen sich auf das aktuelle FRITZ!OS. Einige der beschriebenen Einstellungen werden nur angezeigt, wenn die „Erweiterte Ansicht“ der Benutzeroberfläche (unten/mittig: ) aktiv ist.

Führen Sie die hier beschriebenen Maßnahmen nacheinander durch. Prüfen Sie nach jeder Maßnahme, ob das Problem behoben ist.

1 Aktuelles FRITZ!OS der FRITZ!Box installieren

2 Aktuelle Software des WLAN-Gerätes installieren

  • Installieren Sie den aktuellen Treiber für den WLAN-Netzwerkadapter des Computers bzw. die aktuelle Software für das WLAN-Gerät.

    Hinweis:Informationen zur Aktualisierung des WLAN-Netzwerkadapters bzw. des WLAN-Gerätes erhalten Sie in der Dokumentation oder vom Hersteller.
    Aktuelle Treiber für FRITZ!WLAN Sticks finden Sie in unserem Downloadbereich.

3 Name des WLAN-Funknetzes (SSID) ändern

Befinden sich verschiedene Funknetze mit demselben Namen (SSID) in Ihrer Umgebung (z.B. weil ein Nachbar das gleiche FRITZ!Box-Modell einsetzt), könnten WLAN-Geräte automatisch versuchen, sich mit dem falschen Funknetz zu verbinden. Richten Sie in Ihrer FRITZ!Box daher einen eindeutigen Funknetznamen ein:

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf „WLAN“.
  2. Klicken Sie im Menü „WLAN“ auf „Funknetz“.
  3. Tragen Sie für das verwendete Frequenzband im Eingabefeld „Name des WLAN-Funknetzes (SSID)“ einen beliebigen Namen ohne Sonderzeichen ein.

    Wichtig:Nicht jedes WLAN-Gerät unterstützt alle Sonderzeichen. Verwenden Sie im Funknetznamen daher nur Buchstaben (ohne ä, ö, ü, ß) und Zahlen.

  4. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf „Übernehmen“.

Bei der Übernahme des neuen Funknetznamens werden alle WLAN-Verbindungen zur FRITZ!Box getrennt. Die WLAN-Verbindungen zur FRITZ!Box müssen anschließend neu eingerichtet werden.

4 Maximale Sendeleistung einstellen

In der FRITZ!Box kann die Sendeleistung verringert werden, wodurch sich die Leistung des WLAN-Funknetzes reduziert. Stellen Sie sicher, dass in der FRITZ!Box die maximale Sendeleistung eingestellt ist:

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf „WLAN“.
  2. Klicken Sie im Menü „WLAN“ auf „Funkkanal“.
  3. Prüfen Sie, welche Funkkanal-Einstellung aktiv ist.
    • Wenn die Option „Funkkanal-Einstellungen automatisch setzen (empfohlen)“ aktiviert ist:
      • Fahren Sie mit der nächsten Maßnahme fort.
    • Wenn die Option „Funkkanal-Einstellungen anpassen“ aktiviert ist:
      1. Wählen Sie in der Ausklappliste „Maximale Sendeleistung“ den Wert „100%“ aus.
      2. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf „Übernehmen“.

5 WLAN-Geräte optimal positionieren

Durch eine ungünstige Positionierung der WLAN-Geräte kann sich die Reichweite, Stabilität und Datenrate des WLAN-Funknetzes deutlich reduzieren. Oftmals reichen selbst kleine Veränderungen des Aufstellungsorts aus, um die WLAN-Verbindung spürbar zu verbessern:

  • Stellen Sie die FRITZ!Box nicht in eine Zimmerecke.
  • Positionieren Sie die FRITZ!Box möglichst freistehend, d.h. nicht direkt hinter oder unter einem Hindernis (z.B. Schrank, Heizung).
  • Positionieren Sie die FRITZ!Box so, dass sich zwischen ihr und den anderen WLAN-Geräten möglichst wenige Hindernisse befinden.
  • Stellen Sie die FRITZ!Box und das WLAN-Gerät zum Testen möglichst nah beieinander auf.

    Hinweis:Nachdem Sie alle anderen Fehlerquellen ausgeschlossen haben, können Sie die Distanz zwischen beiden Geräten wieder vergrößern.

6 Störquellen ermitteln

Das WLAN-Funknetz kann durch andere Geräte in der Nähe der FRITZ!Box oder des WLAN-Gerätes gestört werden. Gehen Sie so vor, um solche Störquellen zu ermitteln:

  1. Schalten Sie nacheinander alle Geräte aus, die das WLAN-Funknetz stören könnten.

    Hinweis:Als Störquellen kommen alle Geräte in Frage, die Funkwellen aussenden. Dies sind z.B. andere WLAN-Geräte, Bluetooth-Geräte, Babyfone, Mobiltelefone, Mikrowellen-Geräte, DECT-Basisstationen und Schnurlostelefone.

  2. Prüfen Sie nach dem Ausschalten jedes Gerätes, ob die WLAN-Verbindung weiterhin beeinträchtigt wird.

Wenn Sie ein Gerät als Störquelle ermittelt haben, können Sie es entweder ausgeschaltet lassen oder versuchen, die Störung durch manuelle Anpassung des Funkkanals oder Wechsel des Frequenzbands zu umgehen.

7 Optimalen Funkkanal einstellen

Die FRITZ!Box prüft die WLAN-Umgebung in den Werkseinstellungen selbstständig, kann aber nicht in jedem Störungsfall den für alle WLAN-Geräte am besten geeigneten Funkkanal ermitteln. Richten Sie in der FRITZ!Box daher den Funkkanal ein, bei dem in Ihrer WLAN-Umgebung die wenigsten Störungen auftreten:

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf „WLAN“.
  2. Klicken Sie im Menü „WLAN“ auf „Funkkanal“.
  3. Klicken Sie im Abschnitt „WLAN-Umgebung“ auf die Registerkarte des verwendeten WLAN-Frequenzbands.
  4. Klicken Sie auf den Link „WLAN-Störeinflüsse einblenden“.
  5. Ermitteln Sie anhand der Grafik, welcher Funkkanal im unteren Frequenzbereich möglichst wenig durch andere WLAN-Funknetze und Störer beeinflusst wird.
  6. Aktivieren Sie im Abschnitt „Funkkanal-Einstellungen“ die Option „Funkkanal-Einstellungen anpassen“.
  7. Wählen Sie für das verwendete WLAN-Frequenzband in der Ausklappliste „Funkkanal“ den ermittelten Kanal aus.
  8. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf „Übernehmen“.
  9. Prüfen Sie, ob die WLAN-Verbindung jetzt weiterhin gestört wird.
    • Wenn die WLAN-Verbindung weiterhin gestört wird:
      • Wiederholen Sie die Schritte 3. – 9. mit einem Funkkanal im mittleren und oberen Frequenzbereich und verwenden Sie den Funkkanal, bei dem die wenigsten Störungen auftreten.

        Wichtig:Bei der Grafik der WLAN-Umgebung handelt es sich um eine Momentaufnahme! Die Belegung des Frequenzbands kann sich im Laufe eines Tages deutlich verändern, da viele WLAN-Funknetze bei Gebrauch eingeschaltet werden. Prüfen Sie daher mehrfach, welche Funkkanäle am wenigsten durch Störer beeinflusst werden.

8 WLAN-Verbindung über 5 GHz-Frequenzband herstellen

Die FRITZ!Box stellt ihr WLAN-Funknetz sowohl über das 2,4 GHz- als auch über das 5 GHz-Frequenzband zur Verfügung. Da das 5 GHz-Frequenzband wesentlich seltener von Störungen betroffen ist, wechseln Sie in dieses Frequenzband, wenn die WLAN-Verbindung derzeit über das 2,4 GHz-Frequenzband hergestellt wird und das WLAN-Gerät das 5 GHz-Frequenzband unterstützt:

Wichtig:Das 5 GHz-Frequenzband wird nicht von allen WLAN-Geräten unterstützt. Der FRITZ!WLAN Stick AC 430 und der FRITZ!WLAN Stick N (v2) unterstützen das 5 GHz-Frequenzband.

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf „WLAN“.
  2. Klicken Sie im Menü „WLAN“ auf „Funknetz“.
  3. Aktivieren Sie im Abschnitt „5-GHz-Frequenzband“ die Option „WLAN-Funknetz aktiv“.
  4. Tragen Sie im Eingabefeld „Name des WLAN-Funknetzes (SSID)“ einen anderen Namen ein, damit Sie das 5 GHz-Funknetz künftig vom 2,4 GHz-Funknetz unterscheiden können.

    Wichtig:Nicht jedes WLAN-Gerät unterstützt alle Sonderzeichen. Verwenden Sie im Funknetznamen daher nur Buchstaben (ohne ä, ö, ü, ß) und Zahlen.

  5. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf „Übernehmen“.
  6. Stellen Sie die WLAN-Verbindung zum FRITZ!Box-Funknetz mit dem Namen (SSID) her, den Sie zuvor für das 5 GHz-Frequenzband festgelegt haben.

Jetzt sind die FRITZ!Box und das WLAN-Gerät optimal eingerichtet und die WLAN-Geräte können sich mit der größtmöglichen Stabilität mit der FRITZ!Box verbinden.

Hinweis:Wenn sich die Qualität der WLAN-Verbindung mit diesen Maßnahmen nicht ausreichend verbessern lässt, können Sie einen  FRITZ!WLAN Repeater von telsakom einsetzen, um die Reichweite und Stabilität des WLAN-Funknetzes zu erhöhen.